
Was man bei einer Bootstour im östlichen Becken des südlichen Gardasees sehen kann
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Das westliche Becken des südlichen Gardasees bietet eine ständig wechselnde Folge von Landzungen, Inseln und Hügeln. Von Peschiera aus überquert man den südlichen Teil des Sees und sieht die Halbinsel Sirmione aus einer privilegierten Perspektive. Je weiter das Boot in Richtung des Brescianer Ufers fährt, desto abwechslungsreicher und eindrucksvoller wird die Landschaft.
Diese Route ist ideal für alle, die das Gefühl haben möchten, den See tatsächlich überquert zu haben. Der Abstand zum Ufer, der weite Horizont und die allmähliche Annäherung an die Inseln erzeugen ein Erlebnis wie eine erzählte Geschichte: Nicht alles wird sofort enthüllt, und gerade die Erwartung macht die Ankunft noch lohnender.
Sirmione, das natürliche Tor zur Westseite
Vom Wasser aus zeigt sich die Halbinsel Sirmione so, wie sie tatsächlich geformt ist: als schmaler Landstreifen, der weit in den See hineinragt. Scaligerburg, Mauern, Villen und das archäologische Gebiet der Grotten des Catull werden zu Orientierungspunkten entlang der Strecke. Auch die Thermalquelle Boiola lässt sich vom See aus leichter erkennen, da sich die Wirkung des warmen Wassers gelegentlich an der Oberfläche zeigt.
Sirmione ist nicht nur ein Punkt, an dem man vorbeifährt. Die Halbinsel markiert den Übergang vom offenen südlichen Becken zur stärker gegliederten Landschaft des Westufers.
Die Rocca di Manerba, ein Wahrzeichen über dem Wasser
Die Rocca di Manerba erhebt sich markant über dem Brescianer Ufer. Vom Boot aus werden ihre Höhe und strategische Lage sofort verständlich. Der Kontrast zwischen hellem Fels, Vegetation und blauem Wasser wirkt besonders an klaren Tagen eindrucksvoll.
Das archäologische Gebiet und Naturschutzgebiet lässt sich vom Land aus besuchen, doch der Blick vom See ergänzt genau jene Perspektive, die erklärt, warum dieser Ort die umliegende Landschaft seit Jahrhunderten beherrscht.
Isola dei Conigli und das flache Wasser
In der Nähe von Manerba liegt die Isola di San Biagio, die meist als Isola dei Conigli oder Kanincheninsel bezeichnet wird. Bei niedrigem Wasserstand wirkt sie beinahe mit dem Ufer verbunden; vom Boot aus lässt sich ihre Lage zwischen den kleinen Buchten und Landzungen der Umgebung jedoch besser erfassen.
Sie gehört zu den beliebtesten Motiven für helle, farbenfrohe Aufnahmen – besonders um die Mittagszeit, wenn das Wasser ruhig ist.
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Isola del Garda, der mit Spannung erwartete Anblick
Die Isola del Garda erscheint wie ein eigenständiges Reiseziel: grün, elegant und geprägt von ihrer venezianisch-neugotischen Villa. Die Annäherung mit dem Boot ist ein wesentlicher Teil des Erlebnisses. Zuerst fällt die Vegetation auf, dann die Silhouette des Gebäudes und schließlich die Details des privaten Ufers.
Besichtigungen an Land finden – sofern angeboten – zu bestimmten Zeiten und nach vorheriger Reservierung statt. Eine Panorama-Bootstour ermöglicht dennoch, die Insel aus genau jener Perspektive zu bewundern, für die sie geschaffen zu sein scheint: vom See selbst.
Für wen ist diese Route ideal?
Das westliche Becken empfiehlt sich für Reisende, die Naturlandschaften, Inseln, Fotografie und längere Ausflüge lieben. Im Vergleich zum Ostufer bietet es eine größere Formenvielfalt und ein stärkeres Gefühl von Entdeckung.
Damit Sie keine zu kurze oder anders verlaufende Tour buchen als erwartet, sollten Sie stets die angegebene Route prüfen. Isola del Garda, Manerba und Isola dei Conigli erfordern ausreichend Fahrzeit. Die richtige Wahl bedeutet, ans Ufer zurückzukehren, ohne das Gefühl zu haben, unmittelbar vor dem schönsten Ausblick umgedreht zu sein.




